Reunion 2023

Ein Tsunami überrollt die Implantologie: Periimplantitis

09. & 10. Juni 2023 in Berlin

Ein Tsunami überrollt die Implantologie: Periimplantitis

Am 09. bis 10. Juni 2023 findet die 15. Reunion Berlin 2023 statt. Dr. Derk Siebers MSc und Uwe Gösling, nexac dental communications, stehen hinter der traditionellen Veranstaltung in Berlin.

Die 15. Reunion 2023 ist ein Treffen der Absolventen und Studierenden des postgraduierten Masterstudienganges Master of Science in Oral Implantology (Steinbeis/DGI) und steht auch allen anderen Implantologen offen. 

Dr. Derk Siebers
Uwe Gösling

Das nächste Reunion

  • 00Tage
  • 00Stunden
  • 00Minuten
  • 00Sekunden

Ablauf

09. Juni 2023

10.00 Uhr bis 18.00 Uhr – Workshops

Workshop I:

Giuliano Moustakis – Dentalfotografie in der Zahnarztpraxis – 10 bis 18 Uhr

Ist Dentalfotografie ein wichtiges Tool oder einfach nur Luxus? Bilder haben eine enorme Wirkung bei der Patientenberatung und beeinflussen den Entscheidungsprozess für eine Behandlung stark. Deshalb sollte die Behandlungsdokumentation ein fester Bestandteil im Praxisablauf jeder Zahnarztpraxis  werden. Giuliano Moustakis stellt sein Konzept vor, um die Fotografie problemlos in den Alltag zu integrieren. Der Fotograf und Zahntechniker zeigt, worauf es bei der Dentalfotografie ankommt, erklärt die richtigen Kameraeinstellungen, die Beleuchtungstechnik und die Auswahl der Bildausschnitte.

Weitere Workshops sind in Vorbereitung

 

18.00 Uhr 

Sektempfang und offizielle Begrüßung im Steigenberger Hotel Am Kanzleramt

20.00 Uhr

Treffen mit Derk und Uwe – Traditionelles Abendessen in der Lochner Weinwirtschaft 

10. Juni 2023

9.00 Uhr bis 18.15 Uhr

Begrüßung durch Dr. Derk Siebers MSc


Professor Dr. Tomas Albrektsson – The immune system behind osseintegration as well as marginal bone loss around oral implants

As originally suggested by Karl Donath of Hamburg, oral implants are immediately recognized as a foreign body by the immune system that covers the implant in bone as a protective measure. The initial cellular foreign body reaction peaks at about 14 days after implant placement to be gradually replaced by macrophage reactions.  There is even an immune-based protection against bacterial attacks.  The immune system likewise may initiate bone resorption in an aseptic manner through its control over the osteoblast/osteoclast balance. However, if combined factors attack the immune system implant complex, the result may be a shift over to implant rejection and a subsequent drop in bacterial defense leading to septic attacks on the failing implant. This is peri-implantitis proper that exists in a per cent or two of implants at a follow up of 10 years or more. 


Priv. Doz. Dr. Gerhard Iglhaut – Regenerative Periimplantitistherapie: Offene versus geschlossene Chirurgie

Der Langzeiterfolg von Implantaten hängt maßgeblich von der Stabilität und Entzündungsfreiheit der periimplantären Gewebestrukturen ab. Dies erfordert für Patienten mit Implantat getragenen Versorgungen ein aktives Betreuungskonzept, das sich am individuellen Risikoprofil der Patienten orientiert.

Sollte es dennoch zu einer periimplantären Entzündung kommen, besteht bei stabilem Knochenniveau mit nicht-chirurgischen Therapiekonzepten die Option, Gesundheit der periimplantären Strukturen wiederherzustellen.

Kommt es jedoch zur Periimplantitis und damit zum Knochenverlust, stellt sich dem Behandler ein weit komplexeres Krankheitsgeschehen. Entsprechend der Defektmorphologie kommen resektive oder/und regenerative Therapien zum Einsatz. Für den Behandlungserfolg entscheidend ist die Dekontamination und damit sichere Entfernung des Biofilms von der Implantatoberfläche. Zur erfolgreichen periimplantären Knochenregeneration bedarf es eines bakteriendichten Weichgewebsverschlusses und gegebenenfalls –verdickung mit Transplantaten.

Der Vortrag fokussiert auf ein chirurgisches Konzept zur Hart- und Weichgewebsaugmentation um erkrankte Implantate.


Professor Dr. Andrea Mombelli – Risikofaktoren für Periimplantitis – worauf kommt es an

Durchschnittlich jeder fünfte Patient zeigt Zeichen einer Periimplantitis – etwa jedes zehnte Implantat ist betroffen. Die Fälle sind allerdings ungleichmäßig verteilt und selbst bei ein und demselben Patienten sind nicht immer alle Implantate betroffen. Um das Risiko zu reduzieren, müssen begünstigende Faktoren erkannt und wenn möglich vermieden werden. Dies betrifft sowohl den Patienten als Ganzes, zum Beispiel in Bezug auf die allgemeine und orale Gesundheit oder die Qualität von Mundhygiene und Nachsorge, als auch das einzelne Implantat, zum Beispiel hinsichtlich bestimmter Eigenschaften der periimplantären Gewebe, der chirurgischen und prothetischen Vorgehensweise, sowie gewissen Eigenschaften der verwendeten Produkte.

In diesem Vortrag bewerten wir die Bedeutung dieser Faktoren und diskutieren deren Relevanz für eine erfolgreiche orale Implantattherapie.


Dr. Florian Rathe – Therapie der Periimplantitis – eine neue Methode galvanoelektrischer Reinigung infizierter Implantatoberflächen

Steigende Zahlen inserierter Implantate und zunehmende Inkorporationszeit führen zu einer steigenden Inzidenz periimplantärer Pathologie. Sowohl Reviews über Effektivität und Wirksamkeit als auch die Erfahrung der dentalen Community zeigen, dass die Therapie schwierig und mißerfolgsbehaftet ist.  Inadäquate Dekontamination der Oberflächen durch schwierigen Zugang zu den Defekten, Makro- und Mikrodesign der Oberflächen mögen Gründe dafür sein. Weder eine komplette Entfernung des Biofilms noch eine vernünftige Menge an Reosseointegration sind erreichbar.

In dem Vortrag wird eine neue galvano-elektrische Methode der Oberflächenreinigung vorgestellt. Zahlreiche in vitro Studien, eine Tierstudie und eine klinische  Studie beweisen die komplette Entfernung des Biofilms von vormals infizierten Implantatoberflächen. Selbst Kohlenwasserstoffe werden entfernt und eine superhydrophile Oberfläche erzeugt, die Vorteile für die Reosseointegration bringt. Reosseointegration wird nur durch die Defektmorphologie und das Geschick des Chirurgen limitiert.


20.00 Uhr

Gemeinsames Abendessen in den Rivo Spreeterrassen

Die Konzeption und Durchführung des Workshops erfolgt entsprechend den Leitsätzen zur zahnärztlichen Fortbildung der Bundeszahnärztekammer, der Deutschen Gesellschaft für Zahn, Mund – und Kieferheilkunde und der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung. Auf Grundlage der Punktebewertung werden 8 Fortbildungspunkte vergeben.